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Respektvoller Umgang

Respekt

  

Was heißt „Respektvoller Umgang“?

 

Der Begriff „Respekt“ hat das Staubige und Antiquierte, das ihm oftmals noch unterstellt wird, längst abgegeben. Er bietet eine Vielfalt unterschiedlicher und oft überraschen­der Bedeutungen.

Diese Bedeutungsvielfalt lässt sich mit einer fast alltäglichen Szene in einem BVG Bus verdeutlichen:

Eine ältere Dame fordert einen Jugendlichen auf, die Füße von den Sitzen zu nehmen. Als er es nicht tut, ist die Dame sehr erbost und fordert  mehr „Respekt“. Der Jugendliche reagiert mit mehr oder weniger stark ausgeprägten verbalen Attacken oder vielleicht sogar mit Handgreiflichkeiten.

Überraschend ist die Begründung  des Jugendlichen für sein Verhalten: Auch der Jugendliche fordert „Respekt“. Er fühlt sich nicht respektiert.

Beide verlangen „respektvollen Umgang“. Beide verlangen scheinbar etwas völlig Unterschiedliches.

Der älteren Dame  geht es um beachten (von Regeln / Umgangsformen).

Der Jugendliche möchte  beachtet werden.

Beide wollen  geachtet werden.

Was sie beide nicht wollen, ist Gleichgültigkeit und Missachtung.

 

„Mangelnder Respekt mag zwar weniger aggressiv erscheinen als eine direkte Beleidigung, kann aber ebenso verletzend sein. Man wird nicht beleidigt, aber auch nicht beachtet; man wird nicht als ein Mensch angesehen, dessen Anwesenheit etwas zählt.“

 

Dieses Zitat aus einem Buch  des amerikanischen Soziologen Richard Sennett (siehe Lesetipp) trifft in den Kern des Respektbegriffs.

Es geht um Wahrnehmung des Mitmenschen und um die Folgen mangelnder Aufmerksamkeit.

Das deutsche Wort Respekt stammt aus dem lateinischen Wort respectus, wurde im späten 16. oder frühen 17. Jahrhundert aus dem Französischen respect ins Deutsche übernommen und bedeutet in der schlichten Übersetzung:

Rücksicht, Umsicht, Berücksichtigung

 

„Respekt“ hat zwar mit Werten und mit Ethik aber nichts mit sinnentleerten Anstandsregeln zu tun.

Es geht  wesentlich  um eine Haltung, die die Aufmerksamkeit gegenüber dem anderen nicht vernachlässigt.

Auch die Selbstachtung (self-respekt), zu deren  Entwicklung  jedes Kind die Chance bekommen muss,  spielt eine große Rolle.

Es geht um Umgangsformen, um Formen  des Umgehens mit- und untereinander.

 

Eltern stehen in verschiedenen Beziehungen  zur Schule und die einzelnen Konstellationen haben sicherlich alle eine Berechtigung diskutiert zu werden.

Gemeinsames Ziel ist, in allen Beziehungen, die in der Schule eingegangen werden,  einen „respektvollen Umgang“ zu pflegen und ein Klima des Miteinander und Füreinander  zu festigen.

Diese Idee muss natürlich in der täglichen Alltagspraxis realisiert werden.

Sicherlich gibt es auch unterschiedliche Vorstellungen und Meinungen.

Zum Austausch und als Diskussionsforum haben wir eine „Arbeitsgruppe“ gegründet, die sich regelmäßig trifft.

Wir freuen uns über jeden, der regelmäßig mitmachen will oder auch  nur mal seine Meinung loswerden  möchte.

Ziel ist es, einen breiten Rückhalt und Konsens in der Schule zu erreichen.

 

In der Arbeitsgruppe waren wir uns schnell einig, dass bei unseren ersten Schritten zur Umsetzung des Projekts zunächst das „Familienleben“ – das Verhältnis der Eltern  zu ihren Kindern bzw. der Kinder zu ihren Eltern - im Vordergrund stehen soll.

 

Was verstehen wir als Eltern unter Respekt?

Wie kann ich mein Kind bei einem „respektvollen Umgang“ unterstützen?

   

 

Kontakt zur Arbeitsgruppe über eure Elternvertreter

oder direkt an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

  

Lesetipp

 Richard Sennett: Respekt im Zeitalter der Ungleichheit, Berliner Taschenbuch Verlags GmbH, Berlin 2002, (10,50 €)